Strafe – Ferdinand von Schirach

Strafe von Ferdinand von Schirach

screenshot_20180319-214600.jpgWas ist Wahrheit? Was ist Wirklichkeit? Wie wurden wir, wer wir sind?

Ferdinand von Schirach beschreibt in seinem neuen Buch „Strafe“ zwölf Schicksale. Wie schon in den beiden Bänden „Verbrechen“ und „Schuld“ zeigt er, wie schwer es ist, einem Menschen gerecht zu werden und wie voreilig unsere Begriffe von „gut“ und „böse“ oft sind.

Ferdinand von Schirach verurteilt nie. In ruhiger, distanzierter Gelassenheit und zugleich voller Empathie erzählt er von Einsamkeit und Fremdheit, von dem Streben nach Glück und dem Scheitern. Seine Geschichten sind Erzählungen über uns selbst.

Quelle (Klappentext und Cover): Luchterhand Literaturverlag

Verlag: Luchterhand Literaturverlag
Seiten: 192 Seiten
Erschienen: März 2018
ISBN: 978-3630875385

Meinung zum Buch

Es ist schon ein Weilchen her, seit ich mein erstes Werk von Ferdinand von Schirach gelesen habe. Doch vom ersten Buch an, schaffte er es mich mit seinen Werken immer wieder aus Neue zu faszinieren.

Es macht keinen Unterschied ob Ferdinand von Schirach einen Roman, ein Essay oder eine Sammlung von Kurzgeschichten veröffentlicht. Ganz gleich wie viel Platz und Spielraum er seinen philosophischen Gedanken und juristischen Denkweisen gibt, er schafft es immer wieder damit zu fesseln.

Wann immer ich eines seiner Bücher beendet habe, beginne ich meine eigenen Sichtweisen zu hinterfragen. Mache mir Gedanken darüber, ob man die Schuld eines Menschen wirklich so klar definieren kann, wie man oftmals geneigt ist. Oder ob man sich nicht oft vor der Wahrheit verschließt, nur weil es einfacher und bequemer ist, nicht jede Facette zu beleuchten.

Mit Strafe ist ihm wieder eines dieser Werke gelungen. Die Geschichten sind wie bei seinen anderen Storysammlungen kurz und schnell gelesen. Obwohl sie knapp sind, mangelt es ihnen meiner Meinung nach nicht an Tiefe, sondern beinhalten jene Details, die notwendig sind um seine Meinung vielleicht nochmal zu hinterfragen. Doch obwohl die Stories nur so kurz sind, das Buch insgesamt nicht einmal 200 Seiten hat, hat es mich mehr Zeit gekostet es zu beenden. Wie zuvor, nahm ich mir auch dieses Mal wieder die Zeit jede Geschichte zu überdenken, zu reflektieren und ihre Kernaussage zu erfassen. Und ich bin immer wieder beeindruckt, wie viel man mit eigentlich wenigen Worten aussagen kann.

Für mich wieder ein tolles Werk des Autors, mit einigen ganz besonderen Geschichten und Blickwinkeln auf die Themen wie Verbrechen und Schuld und die Strafen, die dafür erhalten werden.

Lieblingsstory 

„Der Freund“

„Vielleicht hast Du Recht und es gibt kein Verbrechen und keine Schuld“, sagte er, „aber es gibt eine Strafe.“

Der Freund – Strafe von Ferdinand von Schirach

Bewertung

 ♥ ♥ ♥ ♥ ♥

3 Kommentare bei „Strafe – Ferdinand von Schirach“

  1. Guten Morgen 🙂
    Das ist ein ganz toller Beitrag zu Strafe:)
    Wenn es für dich in Ordnung ist, würde ich dich gerne bei meiner Kurzrezension verlinken und würde auch gerne dein Bild dabei verwenden 🙂
    Liebe Grüße, Ella

    1. Hallo 🙂
      Freut mich, dass er dir gefällt. Natürlich ist es in Ordnung 🙂
      Liebe Grüße
      Jacqueline

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