Rezension: Träume, die ich uns stehle* von Lily Oliver

Träume, die ich uns stehle* von Lily Weber

Klappentext:

„Träume, die ich uns stehle“ von Lily Oliver ist eine berührende Geschichte über zwei junge Menschen zwischen Traum und Wirklichkeit und über die Magie einer Liebe, die selbst die tiefsten Wunden heilen kann.

Lara kann nicht aufhören zu reden. Ein Zwang treibt die an Amnesie leidende junge Frau dazu, ihre Erinnerungslücken mit Worten zu füllen. Längst hört ihr keiner mehr zu, außer in den Therapiestunden, die sie als Patientin der Psychiatrie bekommt. Bis sie Thomas findet. Lara weiß, es ist falsch, ihre Verzweiflung über ihre Amnesie auf ihn abzuladen, denn Thomas liegt im Koma. Dennoch schleicht sie sich immer wieder zu ihm und bemerkt bald, dass er auf ihre Stimme reagiert. Lara beschließt, Thomas eine Geschichte zu erzählen: eine Liebesgeschichte zwischen ihr und ihm, die bald für beide realer wird als ihr Dasein im Krankenhaus. Ein Traum von Liebe, an den sich beide klammern und der die Kraft hätte, nicht nur Thomas aus der Dunkelheit zu holen, sondern auch Lara. Doch beide ahnen nicht, was für eine erschütternde Wahrheit in den Tiefen von Laras Geschichte auf sie wartet …

„Träume, die ich uns stehle“ ist nach „Die Tage, die ich dir verspreche“ der neue große Liebesroman von Erfolgsautorin Lily Oliver.

Quelle Klappenetxt und Copyright Cover: Droemer Knaur

Verlag: Droemer Knaur
Seiten: 400 Seiten
Erschienen: November 2017
ISBN: 978-3-426-51897-7

Meine Meinung zu Träume, die ich uns stehle

Lily Oliver hat mich mit ihrem angenehmen und besonders gefühlvollem Schreibstil begeistert. In Kombination mit den doch sehr ersten Themen, die in dem Buch zur Sprachen gebracht werden, hat es die Geschichte zu einem sehr emotionalen Leseerlebnis gemacht, das mir wirklich nahegegangen ist.

Nach einem Unfall hat sich Laras Leben völlig verändert. Nicht nur hat sie Teile ihrer Erinnerung verloren, sie kann auch nicht mehr aufhören zu sprechen. Es ist ein Zwang, denn mit ihren Worten versucht sie es irgendwie zu schaffen, die Lücken ihrer Erinnerung mit Worten zu füllen um herauszufinden, was wirklich passiert ist. Doch, außer ihrem Therapeuten der in der Klink arbeitet, in der sie sich befindet, möchte ihr einfach niemand zuhören. Doch wie es der Zufall so möchte, trifft sie auf Thomas, der im Koma liegt. Obwohl sie weiß, dass sie all ihre Worte nicht bei ihm abladen sollte und sie ihr schlechtes Gewissen deshalb kaum mehr unterdrücken kann, kann sie nicht anders als immer wieder mit ihm zu sprechen. Um die Flut an Worten ein wenig zu bremsen, beginnt sie sich Geschichten zu überlegen, die sie ihm erzählt. Eine Liebesgeschichte, mit ihnen in den Hauptrollen.

Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sichtweise von beiden Protagonisten erzählt, wobei man sowohl Laras Leid mit ihrem Zwang, ständig zu sprechen, als auch Thomas Eindrücke während er im Koma liegt, miterlebt. Während dem Lesen war ich sehr gespannt, was die Gründe für die Unfälle waren, die die beiden in ihre momentane Situation gebracht hatten. Immer wieder schwankte ich zwischen dem Eindruck, dass die beiden völlig Fremde waren oder sich bereits begegnet waren. Die Autorin hat hier sehr eindrucksvoll mit der Wahrnehmung der Leser gespielt und die Geschichte die Lara Thomas erzählt, lässt einen mehrfach umdenken und darüber grübeln, ob sie sich nun kannten oder nicht. Besonders das Ende hat mich überrascht, denn mit dieser Wendung hatte ich tatsächlich gar nicht gerechnet.

Protagonisten

Lara – der größte Teil der Geschichte wird aus Laras Sichtweise erzählt, weshalb man einen recht guten Einblick in ihre Gedanken und Gefühlswelt bekommt. Es war faszinierend mitzuerleben, wie sie nicht nur mit Thomas spricht, um sich selbst zu helfen, sondern immer mehr von dem Gedanken überzeugt ist, ihm helfen zu wollen. Thomas liegt im Koma, dennoch bekommt man durch die kurzen Kapitel aus seiner Sichtweise einen Einblick auf seine Gefühlswelt. In den kurzen Kapiteln aus  seiner Sicht erfährt man, was er wahrnimmt und wie sich die Geschichte, die Lara ihm erzählt auf ihn auswirkt und ihn beeinflusst.

Fazit

Lily Oliver schaffte es eine überaus gefühlvolle Geschichte zu erzählen und fesselt den Leser mit Wendungen, die zu Beginn so nicht vorhersehbar sind. Träume, die ich uns stehle hat mich beim Lesen sehr berührt und oftmals nachdenklich zurückgelassen. Eine Geschichte die schön und traurig zugleich ist und so anders ist, als man zu Beginn erwartet.

Bewertung

 ♥ ♥ ♥ ♥ ♥

*Rezensionsexemplar: Ich bedanke mich vielmals bei Lily Oliver und Droemer Knaur für das Rezensionsexemplar. Meine eigene Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst und ist völlig unverfälscht.

Kennzeichnung

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