Rezension: Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken – John Green

Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken von John Green

Der neue Roman vom Bestseller-Autor von „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“. John Green erzählt über Liebe, Widerstandskraft und wahre Freundschaft.

Die 16-jährige Aza Holmes hatte ganz sicher nicht vor, sich an der Suche nach dem verschwundenen Milliardär Russell Pickett zu beteiligen. Sie hat genug mit ihren eigenen Sorgen und Ängsten zu kämpfen, die ihre Gedankenwelt zwanghaft beherrschen. Doch als eine Hunderttausend-Dollar-Belohnung auf dem Spiel steht und ihre furchtlose beste Freundin Daisy es kaum erwarten kann, das Geheimnis um Pickett aufzuklären, macht Aza mit. Sie versucht Mut zu beweisen und überwindet durch Daisy nicht nur kleine Hindernisse, sondern auch große Gegensätze, die sie von anderen Menschen trennen. Für Aza wird es ein großes Abenteuer und eine Reise ins Zentrum ihrer Gedankenspirale, der sie zu entkommen versucht.

Quelle (Klappentext und Cover)Hanser Verlag, Pinguin Books Ltd

Verlag: Hanser Verlag
Seiten: 288 Seiten
Erschienen: November 2017
ISBN: 978-3-446-25903-4

Meinung zum Buch

Schlaf gut, ihr fiesen Gedanken beschäftigt sich mit einem ernsten und spannenden Thema. In der Geschichte geht es um Ava, eine junge Frau die von zwanghaften Gedanken beherrscht wird. Dabei geht der Autor darauf ein, wie diese ihre zwischenmenschlichen Beziehungen beeinflussen und welche Probleme sich dabei für die Protagonistin ergeben, die andere Personen oftmals nicht nachvollziehen können.

Die Handlung hat zwar spannende Elemente, man merkt beim Lesen jedoch recht schnell, dass diese nicht im Vordergrund steht. Im Fokus liegt klar Azas Angststörung, die Gedanken die sie ständig begleiten und quälen und die Auswirkungen auf ihr Leben. John Green ist es mit diesem Buch gelungen auf ein Thema einzugehen, das viele Autoren wenn überhaupt, eher am Rande streifen würden. Aza ist eine authentische Protagonisten, wenn auch es einige Momente gab, in denen sich ihre Handlungen, im vergleich zu vorangegangenen Augenblicken im Buch, widersprachen.

John Green hat einen wundervollen und einzigartigen Schreibstil. Er schafft es Protagonisten zu erschaffen, bei denen man kaum anders kann, als mit ihnen mitzufühlen und sie ins Herz zu schließen. Dennoch fehlten mir in Schlaf gut, ihr fiesen Gedanken irgendwie der Bezug zu den anderen Charakteren, neben Aza. Hauptsächlich liegt es wohl daran, dass die Protagonistin ständig in ihren eigenen Gedanken gefangen ist und dadurch auch für sie, die Anderen nur einen begrenzten Platz in ihrem Leben haben. Gerne hätte ich viel mehr über Daisy, ihre beste Freundin und Davis, der Junge in den sie sich verliebt, erfahren – leider blieben aber deren Gedanken, Gefühle und Beweggründe unbedacht.

Ich fand das Buch gut, besonders wegen dem Thema, mit dem sich der Autor beschäftigt. Wann immer Aza nicht mehr aus ihrer Gedankenspirale herauszukommen schien und man mitbekam, wie ein besorgniserregender Gedanke den nächsten jagte, konnte man sich nicht nur in sie hineinversetzten, sondern beim Lesen auch mit der Prota mitfühlen. Ein Buch, das einen auf jeden Fall in Gedanken zurücklässt.

 

Bewertung

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