Rezension: Nur noch ein einziges Mal von Colleen Hoover

Nur noch ein einziges Mal von Colleen Hoover

Eine Achterbahn der Gefühle

Als Lily Ryle kennenlernt, scheinen all ihre Träume wahr zu werden: eine neue Stadt, der erste Job und dann noch Ryle – überaus attraktiv, überaus wohlhabend und überaus erfolgreich. Vergessen scheint Lilys schwierige Kindheit. Vergessen auch Atlas, ihre erste Liebe, der gegenüber von Lily squattete – bis ihr Vater die beiden erwischte und Atlas von heute auf morgen verschwand. Und dann steht Atlas auf einmal vor ihr. Als Ryle von ihrer gemeinsamen Vorgeschichte erfährt, weckt dies seine Eifersucht …

Quelle (Klappentext und Cover): dtv junior

Verlag: dtv junior
Seiten: 416 Seiten
Erschienen: November 2017
ISBN: 978-3-423-74030-2

Meinung zum Buch

Es dürfte kein großes Geheimnis sein, dass ich ein großer Fan von Colleen Hoover bin und nicht anders kann, als ihre Bücher beinahe zu inhalieren. Nur noch ein einziges Mal war da mal wieder keine Ausnahme.

Wenn auch eine herzzerreisende Liebesgeschichte für die Autorin nichts Unübliches ist, ging mir dieses Buch besonders nah. Vielleicht liegt es an dem persönlichen Bezug zum Thema, den Colleen Hoover am Ende erklärt, oder am Thema allgemeine. Jedoch konnte ich nicht anders, als auf jeder Seite mit Lily mitzufühlen und mich immer wieder in ihre Situation hineinzuversetzen. Und obwohl es wirklich kein leichtes Thema ist, das in dem Buch thematisiert wird fiel es mir ausgesprochen leicht. Vermutlich liegt es an Colleen Hoovers Schreibstil, der leicht und locker und trotzdem so gefühlvoll ist und einem die Protagonisten mit jedem Wort ein Stückchen näherbringt. Sie schafft es die Geschichte klar zu Papier zu bringen, ohne dabei unnötig auszuschweifen und verleiht ihr trotzdem genügend Tiefe und Gefühle, um ihre Leser damit zu berühren und mitzureißen.

Wie gewohnt steigt die Autorin schnell in die Geschichte ein und man erfährt alle zunächst wichtigen Details über die Protagonisten, ohne dabei direkt all ihre Geheimnisse und alles über ihre Vergangenheit präsentiert zu bekommen. Ich konnte mir schnell ein Bild von Lily und Ryle machen, habe jedoch von Beginn an geahnt, dass das nicht alles sein würde und im Laufe der Geschichte noch einiges enthüllt werden würde, wodurch sich meine Ansichten der Charaktere ändern oder auch verfestigen würde. Und natürlich wurde ich nicht enttäuscht. Dennoch konnte ich von Beginn an sagen, dass Lily eine äußerst starke Persönlichkeit ist, auch wenn es in so manchen Situationen vielleicht anders erschien. Ryle war mir zu Beginn sehr sympathisch, jedoch ahnte ich bereits, dass mehr hinter seiner coolen und witzigen Fassade stecken würde. Atlas hingegen, konnte ich nicht direkt einschätzen, doch auch in ihm steckt ein sehr angenehmer uns sympathischer Protagonist, der für den Leser die eine oder andere Überraschung bereithält.

Die Geschichte hat mir eine wahre Achterbahnfahrt der Gefühle beschert. Das Thema mit dem sich das Buch auseinandersetzt bestimmt keine leichte Kost und es gab Augenblicke da habe ich das Buch gleichermaßen geliebt wie gehasst. Dennoch bin ich froh, zuvor nicht gewusst zu haben, wie sich die Geschichte entwickelt und mit welchen Problemen sich die Protagonistin konfrontiert sieht. Das würde ich auch jedem Leser raten, der vorhat Nur noch ein einziges Mal zu beginnen. Denn ich finde es gerade bei dieser Story ungemein wichtig, unvoreingenommen an das Buch heranzugehen und die Geschichte einfach auf einen zukommen zu lassen. Denn gerade dadurch ist es so viel einfacher, sich in die Protagonistin hineinzuversetzen und ihre Entscheidungen nachzuvollziehen, auch wenn man es vielleicht zu Beginn nicht für möglich hält.

Fazit

Auf jeden Fall hat es mich sehr nachdenklich zurückgelassen und ich habe einige Tage lang noch an die Geschichte gedacht und bin Situationen in meinem Kopf durchgegangen, immer mit der Frage wie ich in so einer Situation handeln würde. Auch die Tatsache, dass Colleen Hoover es geschafft hat einem so fremde Situationen so nahe zu bringen und in mir als Leserin Verständnis und Sympathie für Handlungen und Protagonisten zu erwecken, von denen ich dachte es wäre unmöglich, ging mir nicht aus dem Kopf. Dafür wurde mir aber während des Lesens bewusst, dass viele Situationen oft anders sind als sie erscheinen und man als Außenstehender und Unbeteiligter oft behauptet kann, Dinge völlig anders handzuhaben. Wie man letztendlich jedoch agiert, weiß man erst, wenn man tatsächlich selbst betroffen ist.

Ein tolles Buch für alle Fans von emotionalen Liebesgeschichte. Meiner Meinung nach empfehlenswert für alle Fans von Colleen Hoover und alle die es noch werden wollen. Zwar hat es auch Nur noch ein einziges Mal nicht geschafft Maybe Someday als mein Hoover-Lieblingsbuch abzulösen, es hat es aber ganz nah ran geschafft und wird mir bestimmt noch lange im Gedächtnis bleiben.

Habt ihr Nur noch ein einziges Mal schon gelesen? Fandet ihr es auch so toll wie ich?

Bewertung

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