Rezension Blue Note Girl von Bernd Richard Knospe

Blue Note Girl von  Bernd Richard Knospe

Klappentext

Die junge Sängerin Janina Nossak, aufstrebender Stern am Jazzhimmel, verschwindet plötzlich spurlos nach ihrem hoch umjubelten Konzert in Hamburg.
15 Jahre später entdeckt der Journalist Eric Teubner einen entscheidenden Hinweis und macht es sich zur Aufgabe, ihr Verschwinden und ein mögliches Verbrechen aufzulösen. Fasziniert, fast besessen von der Sängerin und ihren düsteren Songtexten, beginnt er, den alten Fall neu aufzurollen.
Während seiner Recherchen trifft er auf zwielichtige und störrische Zeitzeugen wie den Privatdetektiv Frank Jensen, der Eric unverhofft unterstützt. Er hatte damals erfolglos nach Janina gesucht. Aber auf den zweiten Blick wird klar, dass er tiefer in die damaligen Ereignisse verstrickt war, als er zunächst zugeben möchte. Teubner realisiert, dass Janina Nossak nicht nur eine hochbegabte Sängerin war, sondern dass sie weiterhin als Projektionsfläche für die Sehnsüchte und menschlichen Abgründe ihrer Umwelt dient.
Immer tiefer taucht der Journalist in die unterschiedlichen Milieus Hamburgs ein, um die damaligen Zeugen noch einmal zu befragen und löst damit eine unvorhersehbare Kette von tragischen Ereignissen aus.
Aus mehreren Perspektiven erzählt wird der mysteriöse Fall Janina Nossak genauso neu beleuchtet, wie seine Erzählenden.

Quelle (Cover und Klappentext): die Rechte für Cover und Klappentext liegen bei Pro-Talk Verlag

Verlag: Pro-Talk Verlag
Seiten: 317 Seiten
Erschienen: März 2018
ISBN: 978-3-939990-46-8

Meinung zum Buch

Blue Note Girl hat mich beim Lesen sehr fasziniert und mich im nu in einen richtigen Lesebann gezogen. Der Schreibstil des Autors ist simpel und klar, wodurch man den spannenden und doch recht dichten Inhalt gut aufnehmen kann. Obwohl die Erzählungs aus unterschiedlichen Perspektiven erfolgt, kommt keine der Figuren zu kurz, oder gerät in ihrer Relevanz in den Hintergrund. Besonders faszinierend fand ich die Beschreibungen von Janina Nossaks Musik, die unheimlich greifbar erschienen, selbst wenn man kein Musiker ist. Mit jedem Wort konnte man sich in die Gefühle hineinversetzen, die durch ihre Lieder ausgelöst wurden.

Wie auch in vielen anderen Kriminalromanen gibt es auch hier eine Vermisste, jemanden der verschwunden ist, oftmals jedoch wieder auftaucht, oder aber dessen Tod entdeckt wird. Blue Note Girl ist aber nicht wie jeder andere Kriminalroman.

Man begleitet den Journalisten Eric Teubner, während er versucht das Verschwinden von Janina vor 15 Jahren, aufzuklären. Dieser scheint beinahe besessen von ihr zu sein, was der Grund für Streitereien mit seiner Freundin ist. Während seiner Recherche trifft er auch auch Jensen – den betrauten Privatdetektiv und den Kommissar, der ebenfalls mit der Suche betraut worden war. Beide haben selbst noch immer nicht mit dem Fall bageschlossen und nehmen die Ermittlungen wieder auf. Doch Eric scheint nicht zu realisieren, was er mit seiner Suche nach Janina auslöst, denn plötzlich ist auch seine Freundin Marie spurlos verschwunden.

Die Handlung des Romans ist fesselnd und zieht einen schnell in den Bann. Die Charaktere überraschen einen immer weder und auch der Spannungsbogen flaut bis zum Ende nicht ab. Unvorhergesehene Wendungen und interessante Reaktionen, lassen einen bis zum Ende nicht mehr los. Und obwohl der Autor den Leser bis zum Schluss auf die Folter spannt – den die Auflösung bekommt man erst auf der letzten Seite – vergeht die Zeit beim Lesen wie im Flug.

Protagonisten

Die vorkommenden Charaktere, kannten die Protagonistin und sind auf unterschiedliche Weise hilfreich bei der Aufklärung oder stehen dieser im Weg. Sie sind facettenreich und ergänzen einander doch, wodurch die Geschichte nie langweilig wird. Durch die eigenen Erlebnisse der Personen, wird die Geschichte ebenfalls bereichert, ohne dabei den Fokus auf das Wesentliche zu verlieren und zu weit abzuschweifen.

Fazit

Ein Buch mit einer tollen athmosphäre, spannenden Protagonisten und Wendungen, die man beim Lesen erst einmal verdauen muss. Der Spannungsbogen wird auf jeden Fall bis aufs äußersten gespannt, denn die Auflösung liefert der Autor dem Leser erst auf der letzten Seite.

Bewertung

 ♥ ♥ ♥ ♥ ♥

Vielen Dank an den Pro-Talk Verlag für das Rezensionsexemplar. Obwohl mir das Buch zu Verfügung gestellt wurde, entspricht meine Rezension dennoch meiner eigenen Meinung und wurde davon nicht beeinflusst.

Kennzeichnung

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