Ebony: Todesangst im Prinzenwahn – Emilia Cedwig

Klappentext

Welches blauäugige Mädchen mit ebenholzfarbenem Haar träumt nicht davon, von einem gut aussehenden Prinzen aus einem gläsernen Sarg befreit zu werden?
Doch mein Schicksal hat einen anderen Weg für mich vorgesehen. Als ich erwache, dringt durch die dichten Baumkronen über mir zwar Sonnenschein, aber ich liege in einem frisch ausgehobenen Grab. Mein Kleid ist zerrissen, meine Stirn schmerzt – und was noch viel schlimmer ist: Um mein Grab herum hat offensichtlich eine Schlacht stattgefunden.
Angst steigt in mir auf, denn das ist nicht das wahre Märchen. Hier geht es um Leben und Tod.
Woher kommt die rätselhafte Stimme und wer bin ich?
Wird der Prinz mich retten, oder muss ich mein Schicksal selbst in die Hand nehmen?

Klappentext: Emilia Cedwig
Seiten: 234 (Print)
Erschienen: 01. Mai 2020
ASIN: B087SM5LSN
erhältlich als Taschenbuch und als eBook

Rezension

Ebony – Todesangst im Prinzenwahn ist das erste Buch, das ich von dem Autorinnenduo Emilia Cedwig gelesen habe. Ihr Schreibstil ist detailliert und verliert sich dennoch nicht in Kleinigkeiten, wodurch man schnell und flüssig durch die Seiten des Buches kommt und dabei gleichzeitig tief in die Geschichte eintauchen kann. Es wird immer wieder Spannung abgebaut, die einen beim Lesen richtig mitfiebern lässt ohne zu überladen zu wirken.

Ebony erwacht mitten im Wald in einer Vertiefung, umgeben von blutverschmierten und regungslosen Menschen. Sie weiß nicht, wie sie da hin gekommen ist, geschweige denn wer sie eigentlich ist. Doch obwohl sie keine Erinnerungen zu haben scheint, weiß sie, dass sie der leisen Stimme in ihrem Kopf – die ihr befiehlt zu rennen, wenn sie überleben will – vertrauen kann und muss. Und deshalb tut sie genau das, sie rennt um ihr Leben. Während sie glaubt vor ihren Verfolgern davonzulaufen, trifft sie irgendwann auf Alan und seine beiden Begleiter, womit die Geschichte ihren Lauf nimmt.

Ebony – Todesangst im Prinzenwahn ist die Adaption des Märchens Schneewittchen, was durch die immer wieder mal eingebauten Symbole und Handlungsstränge auch immer wieder bewusst wird. Da ich Märchenadaptionen sehr gerne mag, war ich sehr neugierig auf die Umsetzung und finde diese, doch sehr düstere, Variante sehr gelungen umgesetzt. Die Geschichte wird vollständig aus Ebonys Sicht erzählt, wodurch man zum Einen einen sehr guten Einblick in ihre Gefühls- und Gedankenwelt erhält, gleichzeitig aber auch langsam einen Einblick in die Umstände bekommt, die sie dahin geführt haben, wo sie nun ist.

Alles in allem fand ich die Geschichte wirklich gut und sehr unterhaltsam. Nur das Ende, war mir dann schlussendlich doch ein wenig zu… einfach. Die letzte Wendung hat doch noch einiges verändert, wie es jedoch dazu kommen konnte, wird nicht mehr aufgelöst, wodurch es sich für mich ein wenig abrupt angefühlt hat.

Fazit zu Ebony

Eine tolle Märchenadaption mit der perfekten Mischung aus Spannung und Überraschungen, mit interessanten und sympathischen Charakteren. Perfekt für einen gemütlichen Leseabend, jetzt wo die Tage kürzer und kälter werden. Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt und kann das Buch jedem ans Herz legen, der Märchenadaptionen mag – insbesondere jene, die ein wenig düsterer sind.

Bewertung

♥ ♥ ♥ ♥

Kennzeichnung – Rezensionsexemplar

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